Die Vereinsgeschichte des Homberger SV 1920 basiert hauptsächlich auf den Aussagen von drei Zeitzeugen der ersten Jahre:

Ernst Küppers als Gründermitglied, der etwas später zum Verein gekommeneErich Pribbnow und Willi Olyschläger. 
Ihre Erinnerungen wurden anläßlich des 50-jährigen Bestehens im Jahr 1970 durch den damaligen 1. Vorsitzenden Bernd Tillmann und Vizepräsident Horst Langhans zusammengefaßt. In der Chronik ist zu lesen: „Es muß schon ein besonders kräftiges und gesundes Kind der Gemeinde Homberg (1920 war Homberg noch Gemeinde) gewesen sein, das am 17.06.1920 im großen Saal des Homberger Hofs von 200 Bürgern aller Stande aus der Taufe gehoben wurde.“ (Als anderes Gründungsdatum wurde der 06. Oktober 1920 genannt).

Der erste Vorstand bestand aus: 
1. Vorsitzender August Buchloh 
1. Kassierer H. Dörnemann 
1. Schwimmwart Hermann Schorn 
2. Schwimmwart Dominik Ruh 
Jugendschwimmwart Heinrich Rühl 

Man stelle sich vor, welcher Mut dazugehörte, einen Schwimmverein in einer Gemeinde zu gründen, in der nicht einmal eine Badegelegenheit, geschweige denn ein Hallen- oder Freibad vorhanden war. Nur der Vater Rhein bot Gelegenheit zum Baden.
Es war hauptsächlich dem damaligen 1. Schwimmwart Hermann Schorn zu verdanken, der durch sein organisatorisches Geschick und seiner beruflichen Möglichkeit als Redakteur der „Linksrheinischen Rundschau“ die Vereinsgründung zu einem Erfolg werden ließ. Man schwamm zunächst im Rhein und Rheinpreußenhafen.
Die 2. Station war der Eisenbahnhafen.
Nach einem Kopfsprung von einem Schiff steckte unser späterer Präsident Bernd Tillmann gleich am 1. Tag seines Kontaktes mit dem HSV mit beiden Ellbogen im Schlamm. Es gab noch keinen geregelten Übungsbetrieb. Man ließ vom Schiff einige an der Angel zappeln, aber ohne größeren Erfolg.
1922 wurde Herman Schorn 1. Vorsitzender und Ernst Küppers kam als Schriftführer in den Vorstand. Zu dieser Zeit durfte das Baggerloch der Firma Gebr. Lenzen genutzt werden. Aus Kantholzen und Bohlen wurde eine Startbrücke gebaut. Die Schwimmbahn - 50m lang, 30 m breit- war durch Balken abgegrenzt. Diese Schwimmanlage im Baggersee Lenzen brachte einen völlig veränderten Übungsbetrieb mit sich.
Aus dem anfänglich mit großem Einsatz betriebenen Anfangsunterricht mitDominik Ruh und Heinrich Rühl entwickelte sich unter der Leitung von Erich Pribbnow eine Trainigsriege, die auch im Winter im Ruhrorter Hallenbad zweimal wöchentlich trainierte. Schon hier bestand ein gutes Verhältnis zwischen den beiden Vereinen. Erich Pribbnow führte die Homberger Schwimmer in die Spitze der deutschen VOW-Vereine (Vereine ohne Winterbad).
So wurde die 4 x 100 m Bruststaffel bei den Deutschen VOW-Meisterschaften mitErich Pribbnow, Willi Olyschläger, Theo Vonderlinden und Willi MelchersDeutscher Vizemeister. Mit der 4 x 100 m Lagenstaffel (Brust, Rücken, Seite, Freistil) wurde der HSV in Iserlohn 1926 Westdeutscher Meister.
Bei den Schwimmerinnen sollen, stellvertretend für viele, folgende Namen genannt werden: Elli Bönnemann, Anne Hufen, Eva Olyschläger, Marianne Flottmann.
Bis etwa 1930 hielt der HSV unter den westdeutschen VOW-Vereinen einen Spitzenplatz. Die ersten 10 Jahre - also bis 1930 - war die Vorstandsarbeit als Folge von beruflichen Veränderungen und Wohnungswechseln sehr unruhig. So wechselten die Vereinsvorsitzenden in nachstehender zeitlichen Reihenfolge:
August Buchloh, Hermann Scham, Ernst Küppers, Erich Pribbnow, Willi Pegel, Hermann von Achern und Willi Hellebeckers.
Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten 1933 konnte sich kein Mitglied dazu entschließen kommissarisch Vereinsführer zu werden.
Nach der Winterpause 1933 kam die Arbeit endgültig zum Erliegen, da das Baggerloch immer mehr versandete.
Der Homberger Schwimmverein mußte seine Tätigkeit einstellen. Als im Jahr 1938 in Homberg das Städtische Freibad eröffnet wurde, vertrat der Homberger Turnverein mit seiner neugegründeten Schwimmabteilung die Schwimmer, aber die Vereinsarbeit im HSV war noch nicht wieder geweckt.
Der im darauffolgenden Jahr 1939 ausbrechende 2. Weltkrieg zerstörte die Hoffnung auf Wiederaufbau. Es gab keinen Homberger Schwimmverein mehr.
Am 26.07.1947 trafen sich Dominik Ruh, Heinrich Rühl, Walter Neuen, Karl Knots und Willi Melchers im Lokal Groterhorst um den Homberger Schwimmverein 1920 e.V. wieder aufleben zu lassen. In einem Arbeitskreis kamen Ernst Küppers, Erich Pribbnow, Josef Busch und Willi Küppers hinzu und führten mit den Besatzungsstellen die erforderlichen Verhandlungen, die zur Benutzung des beschlagnahmten Freibades führten.
Am 28.07.1947 fand der erste Übungsabend im Homberger Freibad statt - ein neuer Anfang war gemacht.
Ernst Küppers übernimmt den Vorsitz. Der Meidericher SV 09 bot die Möglichkeit zum Wintertraining im Ruhrorter Hallenbad. Unter Regie des HSV wird das Städtische Freibad wieder für die Bevölkerung nutzbar gemacht und am 20.06.1948 mit einem Clubfünfkampf gefeiert.
Leider erhält der Verein nur 1 Stunde pro Woche Gelegenheit zum Training. 1949 werden Erich Pribbnow als 1. Vorsitzender und Willi Olyschläger als 2. Vorsitzender gewählt.
1951 übernimmt Josef Doppstadt den Vorstand. Leider nimmt im Verlauf die Mitgliederzahl immer weiter ab und erreicht 1954 ihren Tiefstand mit 162 Mitgliedern.
1955 wird Karl-Hans Schmitz zum 1. Vorsitzenden gewählt. Im Jahre 1957 wird erstmals ein neuer Name auf der Jahreshauptversammlung genannt: Elfriede Kroppen. Mit ihr hat der Verein eine Mitarbeiterin gewonnen, die bis zum Jahre 1969 als Geschäftsführerin, Schwimmwartin, Übungsleiterin und „Guter Geist“ in allen Lebenslagen dem Verein diente.
Als sie im Jahr 1969 heiratete mußte Elfriede Kroppen Homberg verlassen. Die Jahreshauptversammlung 1970 beschloß einstimmig, ihr - nun Frau Kroppen-Hühn - die Ehrenmitgliedschaft zu verleihen. 
An den schlechten Trainingszeiten hatte sich in dem gesamten Zeitraum nicht viel geändert. Ein zweiter Übungsabend donnerstags von 20:30 bis 21:30 Uhr konnte wegen der unmöglichen Zeit keine Verbesserung herbeiführen. So bleiben die sportlichen Leistungen in der Mittelmäßigkeit stecken.
Der Ruf nach einem Hallenbad wird lauter. 1959 steht ein Lehrschwimmbecken zur Verfügung. Es kann Winterarbeit betrieben werden, aber sportlicher Erfolg stellt sich nicht ein. Im Jahr 1960 feiert der HSV sein 40-jähriges Bestehen.
Am 17.11.1962 stirbt der Vorsitzende Karl-Hans Schmitz im Alter von nur 38 Jahren - ein schwerer Schlag.
Willi Olyschläger übernimmt die Geschicke des Vereins. 1965 wird Heinrich Vonscheidt zum 1. Vorsitzenden. Der 2. Vorsitzende G. Lobnig stellt sich als Trainer zur Verfügung. Unter seiner Leitung entwickeln sich Monika Plawki, Traudel Cleven, Jürgen und Jochen Lobnig, Rüdiger Wuthe und Harald Fuhszu großartigen Schwimmern, die auf Bezirksebene zu Erfolgen kommen.
Das Jahr 1966 brachte für alle unerwartet den Tod des Vorsitzenden Heinrich Vonscheidt, der lange Jahre als Schwimmer und Springer zu den Besten gehörte. Bei der Jahreshauptversammlung 1967 wird Bernd Tillmann, damals 32 Jahre jung,  zum 1. Vorsitzenden gewählt.
Im Juli 1967 tritt er wegen Streitigkeiten innerhalb des Vorstandes zurück, wird aber dann durch eine außerordentliche Mitgliederversammlung wieder bestätigt. 
1.Vorsitzender wird Ignatz Konik, Geschäftsführerin Elfriede Kroppen und Kassierer Alfred Witzke, der aber nach kurzer Zeit von Karl-Werner Bongartzabgelöst wird. Damit ist die Krise innerhalb der Vorstandsarbeit behoben. In diesem Jahr steigern sich die Leistungen der Schwimmer sensationell. Harald Fuhs, 16 Jahre, gewinnt den „Manfred Basten- Gedächtnispreis“ für den schnellsten jugendlichen 100 m Krauler im Bezirk Ruhrgebiet. Er siegte in der Zeit von 0:59,50 Min.

Seit dem Sommer 1967 hatte der Vorsitzende Bernd Tillmann auch das Training der Wettkampfmannschaft übernommen. Elfriede Kroppen, Ignatz Konik undWalter Hausen schulten die Anfänger. Das Jahr 1968 war das wohl erfolgreichste Jahr in der Vereinsgeschichte des HSV. Insgesamt wurden 8 Bezirkstitel nach Homberg geholt. Rüdiger Wuthe, Harald Fuhs, Astrid Tillmann, Hans-Jürgen Konik waren die erfolgreichsten Schwimmer. 1969 kommen weitere Leistungsträger hinzu, wie Roger Wildeis, Volker Wilke, Wilfried Juhl, Sven Langhans und Volker Herold - alle in der 2. Wettkampfmannschaft.
Hans-Jürgen Konik wird Westdeutscher Meister seines Jahrgangs über 50 m Brust und steht zweimal in der deutschen Bestenliste an 2. und 3. Stelle.
Zur 1. Wettkampfmannschaft gehören: Dagmar Boßerhoff, Anne Piechota, Jola Wrobel, Manfred Buder, Andreas Kuntke, Detlef und Burkhard Sambale, Björn Langhans, Klaus Lener und Rüdiger Stepponat.
Manfred Buder wird als 14-jähriger 12-ter bei den Deutschen Meisterschaften 1969 in Wilhelmshaven.
Unter dem Titel „Sport für Jedermann“ wird im Sinne des 2. Weges eine Tumstunde für Erwachsene eingerichtet und von Ignatz Konik geleitet.
Es kommt zu einem Zuwachs an älteren Mitgliedern. Um die Jugend kümmern sich in vorbildlicher Weise Marianne und Gerd JuhI. Im Jahr 1969 gründete sich in Homberg die Interessengemeinschaft der wassersporttreibenden Vereine. In dieser I.G. sind 9 Vereine der Stadt vertreten. Im Ratsbeschluß vom 22. Oktober 1969 wird der Bau eines Hallenbades in Homberg beschlossen.
1970 wird das 50-jährige Bestehen gefeiert. Neu in den Vorstand kommt in diesem Jahr Horst Langhans - ein großer Gewinn. 1973 fanden sich der HSV, Ruhrort 09 und Hamborn 07/38 zu einer Startgemeinschaft zusammen Bernd TillmannÜbernahm auch das Training dieser 1. SG Duisburg/Homberg.

   
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